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Bauherren brauchen Finanz-Vollkasko Auszug aus Artikel vom 26.04.03 aus DIE WELT /
IMMOBILIEN |
Welche Policen den Hauskauf
absichern
Berlin - Wer ein
Haus baut oder kauft, weiß es:Die finanziellen Verpflichtungen sind vor allem am Anfang
immens hoch, und sie bleiben es auch nach acht Jahren, wenn etwa die
Eigenheimzulage ausläuft. Kaum jemand mag daran denken, dass ihm etwas zustoßen
oder auf der Baustelle etwas schief laufen könnte. Denn das reißt enorme
finanzielle Lücken und führt womöglich sogar zur Zahlungsunfähigkeit. Bauherren
können sich gegen die wichtigsten Risiken per Versicherung schützen. Als
wichtigste Police betrachten viele Verbraucherschützer die
Risikolebensversicherung oder auch die Kapitallebensversicherung. Stirbt der
Bauherr oder der Lebenspartner, steht der andere oft vor dem Ruin. Die Raten
können nicht mehr aufgebracht werden, wenn ein Verdiener wegfällt. Wer seinen
Bau oder kauf über eine Kapitallebensversicherung finanziert, hat dagegen in der
Regel vorgesorgt, denn bei einer solchen Finanzierung ist auch eine
Versicherungsleistung für den Todesfall vereinbart. Allerdings ist dabei
Vorsicht angebracht. Je nach Vertragstyp ist nicht sichergestellt, dass die dann
auszuzahlende Todesfallsumme auch dem Schuldenstand aus dem Immobilienkauf/bau
entspricht.
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Also muss man darauf achten, dass die Höhe der Todesfallleistung der
restlichen Darlehenssumme entspricht. Eine vom Beitrag her günstiger Möglichkeit
ist dabei eine Risikolebensversicherung. Hier gibt es die Versicherungssumme nur
im Todesfall. Da sonst kein Geld angespart wird, sind die Prämien deutlich
niedriger. Ebenfalls zum elementaren Schutz gehört die Wohngebäudeversicherung,
die die durch Feuer, Sturm und Leitungswasser entstehenden Schäden abdeckt. Sie
sollte schon vor Baubeginn abgeschlossen werden, denn auch im Rohbau schützt sie
den Bauherrn als Feuer-Rohbau-Versicherung. Zudem verlangen Kreditgeber ohnehin
den Abschluss einer Wohngebäudeversicherung. Diese Versicherung deckt alle
Schäden an Gebäuden ab, egal ob ein Sturm das Dach abräumt oder Leitungswasser
das Mauerwerk ruiniert. Vor allem jüngere Bauherren sollten aber auch an eine
Berufsunfähigkeitsversicherung denken, denn sie haben im Falle einer
Berufsunfähigkeit kaum Leistungen aus der gesetzlichen Rentenkasse zu erwarten.
Die private Versicherung hingegen zahlt in diesem Fall eine monatliche
Zusatzrente an den Bauherrn oder Hauskäufer, so dass er in der Lage ist, seine
finanziellen Verpflichtungen weiterhin nachzukommen. Bauherren und
Immobilienerwerber haften grundsätzlich für alle Gefahren, die von ihrem
Grundstück ausgehen. Wer also beim Neubau so tief graben lässt, dass das
Nachbarhaus Risse bekommt, oder wenn der Bauschutt an der Straße zu einem Unfall
führt, steht immer der Eigentümer für die finanziellen Folgen gerade. Dieses
Risiko lässt sich mit der Bauherrenhaftpflicht-Police ausschließen. ddp
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