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Schimmel(pilz)gefahr
Die Experten sind sich einig: Schimmelpilzbildung in Wohnräumen wird in den kommenden Jahren  ein wachsendes Problem. Wesentlicher Grund sind die in der EnEV verschärften Anforderungen an die Luftdichtheit von Gebäuden. „Höhere Luftdichtheit bei gleichzeitig ungenügender Stoßlüftung bedeutet verstärkte Anfälligkeit für Schimmelpilz“, so Dipl.-Ing. Dirk Mobers von der Energieagentur NRW. Dennoch sind die Vorteile der EnEV auch für ihn unbestritten.

 

Die Energieagentur NRW hatte jüngst 29 Fachleute zum Erfahrungsaustausch nach Wuppertal geladen. Ihr Fazit: Sowohl in Neubauten als auch in Gebäuden im Bestand, die nach den Richtlinien der EnEV saniert werden, erhöht sich zwar die Luftdichtheit, gleichwohl droht bei unsachgemäßer Lüftung eine drastische Zunahme des Schimmelpilz-Befalls.

„Weil der Luftwechsel durch Fugen der Außenhülle nicht mehr funktioniert und weil viele Bewohner gar nicht ausreichend lüften können, wenn sie tagsüber nicht zu Hause sind", erklärt Mobers. Folglich droht die Feuchtigkeit an der Wand zu- kondensieren. Vorbeugen kann allerdings ein ausreichender Luftwechsel durch mechanische Anlagen zur kontrollierten Lüftung.

 

Jedoch hat sich noch nicht bei allen Wohnungsbaugesellschaften ein entsprechendes Problembewusstsein entwickelt. „Nur zehn Prozent der Haushalte sind mit Anlagen zur kontrollierten Lüftung ausgestattet", so Ehrenfried Heinz vom Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken in Berlin. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sollten also zügig zum Standard entwickelt werden; damit gesundes Wohnen und Energiesparen kein Widerspruch sind.

Energieagentur NRW www.ea-nrw.de

Schimmelgefahr

 

Letzte Änderung: 07.11.2002 (Medler, Mitarbeiter) ArtID:2076 / T4

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