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Schimmelpilz/Lüftung
Damit Schimmel nicht in den Ecken blüht, ist richtiges Lüften
notwendig. Foto:
Energiesparhaus.at
Richtiges
Lüften beugt Schimmelpilzen im Haus vor
(sl). Wenn Schimmel im Haus bereits zu sehen ist, wird es
gefährlich: Es entstehen größere Pilzgeflechte, die sich lebhaft weiter
vermehren und an Wänden und Decken große Flecken hinterlassen. Schimmelpilze
benötigen zum Wachsen einen hohen Grad an Feuchtigkeit. Daher kann man sie
bevorzugt in dauerfeuchten Ecken, im Bad, an Duschvorhängen und dauerelastischen
Fugen beobachten. Häufig treten sie auch an Wänden, neben Fenstern, hinter
Schränken und Fußleisten auf.
- Verursacher ist dann meist eine hohe relative
Luftfeuchtigkeit, die zu Innenkondensation an kälteren Stellen führt. Hier
kann die Luft weniger Wasser speichern und die Sättigungsgrenze, der
sogenannte Taupunkt, wird erreicht. Das Kondensat schafft dann die Basis für
das Wachstum der Pilze.
- Konstruktive Mängel begünstigen die
Entstehung von Schimmelpilz. Etwa durch Wärmebrücken an denen die Wand die Wärme
schnell nach draußen leitet, dadurch kühler wird und dies zum Erreichen des
Taupunktes führt. Daher sollte schon bei der Planung eines Gebäudes auf die
spezifischen Anforderungen hinsichtlich der Außenwände geachtet
werden.
- Neben der Innenkondensation kann
Schimmelpilzbefall aber seine Ursache auch in anderen Feuchtigkeitsarten
haben. Dies kann zum Beispiel Baufeuchte bei einemungenügend getrockneten Neubau sein oder besonders in
Kellern aufsteigendes oder drückendes bzw. nicht-drückendes Wasser, das aus dem
Erdreich in die Wände dringt.
Abhilfe schafft vor allem konsequentes Lüften: Durch
richtiges Lüften kann die angereicherte Feuchtigkeit abgeführt werden. Um das zu
erreichen, muss eine Änderung der Lüftungsgewohnheiten erfolgen. Eine mehrmalige
intensive Querlüftung durch das Öffnen von Türen und Fenstern bewirkt einen
Durchzug mit geringem Wärmeverlust, der durch die noch warmen Wand- und
Deckenbauteile schnell ausgeglichen wird. Gleichzeitig werden die Räume mit
trockener Luft versehen. Diese Luft ist in der Lage, wieder mehr Feuchtigkeit
aufzunehmen. Gerade im Winter ist die kalte Außenluft weniger
feuchtigkeitsangereichert. Gezieltes Lüften ist nicht schädlich, sondern
unumgänglich. Ausreichend Heizen zum Erwärmen der Wohnraumluft ist eine weitere
wichtige Maßnahme zur Schadensvermeidung. Werden kühle Schlafräume und Bäder nur
kurzzeitig erwärmt, so erwärmen sich die Wandoberflächen nur langsam. Jedes
Öffnen der Flurtür transportiert wärmere Luft in den Raum, die ihre Feuchtigkeit
an den noch kühlen Wänden abgibt. Die Zufuhr feuchter Raumluft aus den wärmeren
Räumen muss vermieden werden.
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Schimmelpilzverhütung
Letzte Änderung: 30.01.2004
(Medler, Mitarbeiter) ArtID:2521 / T16
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