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Rohbau
Die Wahl des
Wandbaustoffs ist nach Baubeginn nicht mehr rückgängig zu
machen.
Foto: Informationsverein
Besser Bauen (IVBB)
Vor-
und
Nachteile
der
gängigsten
Wandbaustoffe
(sl). Wer bauen will, sollte sich frühzeitig
mit der Frage nach dem geeigneten Wandbaustoff befassen. Die Wandkonstruktion
ist eine endgültige Endscheidung, die nachträglich nicht mehr geändert werden
kann. Jedes Material verfügt über spezielle Eigenschaften wie bei Brand- und
Schallschutz, Wärmedämmung und -speicherung, Luftdichtheit, Feuchteverhalten
oder Schutz vor Elektrosmog. Entscheidend sind auch baubiologische Kriterien
sowie die Erfahrung im Umgang mit den Baustoffen, nicht zuletzt um das Risiko
von Bauschäden zu reduzieren.
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Der
Ziegel ist der mit großem Abstand am häufigsten verwendete Wandbaustoff. Jedes
zweite Haus wird aus Ziegel gebaut. Er verfügt über hervorragende
bauphysikalische Eigenschaften und ist vor allem wegen seiner hohen
Wärmedämmfähigkeit sowie seines Brandschutz- und Feuchteverhaltens der ideale
Baustoff für Außen- und Innenwände. Ohne zusätzliche Wärmedämmmaßnahmen ist
eine Außenwand auch von ihren raumklimatischen Eigenschaften her sehr zu
empfehlen, zumal Ziegel frei von Schadstoffen sind und hohen Schutz vor
Elektrosmog bieten.
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Kalksandstein ist ebenfalls ein besonders
umweltverträglicher Mauerstein. Er überzeugt durch sehr guten Brandschutz und
Schallschutz. Er kann jedoch aufgrund der schlechten Wärmedämmeigenschaften
nicht ohne zusätzliche Dämmschichten für das Außenmauerwerk verwendet werden.
Durch das Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems kann sich der Schallschutz
um bis zu 5 db verschlechtern.
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Porenbeton bietet eine ausgezeichnete Wärmedämmung und
guten Brandschutz. Da die Wasseraufnahmefähigkeit durch die vielen Poren
extrem hoch ist, sollte bei Außenwänden ganz besonders auf eine
wasserabweisende Putzausführung geachtet werden. Dies gilt vor allem an
erdberührenden Stellen, da sich Porenbeton bei stehendem Wasser wie ein
Schwamm voll saugen kann. Die Folge wäre eine deutliche Verschlechterung der
Wärmedämmung.
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Die
Stärken von Beton liegen aufgrund der hohen Rohdichte vor
allem beim Schall- und Brandschutz sowie der Wärmespeicherfähigkeit.
Um jedoch eine gute Wärmedämmung erzielen zu können, ist eine zusätzliche Außendämmung
erforderlich. Obwohl Beton zum größten Teil aus natürlichen Stoffen
besteht, ist er durch den Zusatz von allergenen
Stoffen wie Zement oder Fließmitteln für den Haus-
oder Wohnungsbau aus baubiologischer Sicht nur bedingt zu
empfehlen.
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Bims und Blähton
sind am wenigsten verbreitet. Sie verfügen zumeist über gute bauphysikalische
Eigenschaften. Nachteil beider Baustoffe sind die höheren
Schwindeigenschaften, die zu Putzschäden führen können.
Für ein ökologisches
Haus, das nach Grundsätzen des giftfreien und gesunden Wohnens erstellt wird,
ist naturbelassenes Holz für den Innenausbau besonders geeignet. Voraussetzung
hierfür ist, dass das Holz mit keinerlei chemischen Mitteln behandelt wurde. Die
natürlichen positiven Eigenschaften können durch falsche Behandlung sogar ins
Negative verkehrt werden. Wandkonstruktionen massiver Holzhäuser bieten gute
Wärmedämmung und Wärmespeicherung. Brand-, Schallschutz und Schutz vor
Elektrosmog sind nur mit zusätzlichem konstruktivem Aufwand zu
erreichen. Quelle: IVBB
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Wahl des Baustoffes
Letzte Änderung: 30.01.2004
(Medler, Mitarbeiter) ArtID:2643 / T16
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