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 > Riester Rente

Zehn Schritte zu Ihrer privaten Altersvorsorge.

  1. Prüfen Sie Ihren Anspruch auf Förderung.
    Alle Pflichtmitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung sowie Beamte haben Anspruch auf staatliche Förderung. Ebenso Arbeitslose und pflichtversicherte Selbstständige. Bei Ehepaaren reicht es, wenn nur einer die Anforderungen erfüllt. Spart er auf einen geförderten Altersvorsorgevertrag, können beide die Zulagenförderung erhalten.

  2. Stellen Sie fest, wie hoch Ihre Ansprüche aus der gesetzlichen Rente sind.
    Erkundigen Sie sich bei den Beratungsstellen Ihres Rentenversicherungsträgers nach der Höhe Ihrer Rentenanwartschaften. Spätestens ab 2004 erhält jeder, der älter als 27 Jahre ist, jährlich eine Renteninformation inklusive der voraussichtlichen Rentenleistungen.

  3. Vergleichen Sie in Ruhe.
    Um die staatliche Förderung ab 2002 zu erhalten, reicht es, wenn Sie bis Ende 2002 einen Vertrag zurAltersvorsorge abschließen und Ihren Eigenbeitrag leisten. Zeit genug also, um sich ausführlich zu informieren und die Angebote zu vergleichen.

  4. Machen Sie einen Kassensturz.
    Prüfen Sie, ob und wie viel Sie für die neue Eigenvorsorge anlegen wollen. Klären Sie, wie lange Sie noch ansparen können und welche Anlagerisiken Sie in Kauf nehmen wollen.

  5. Nutzen Sie die Angebote Ihres Arbeitgebers.
    Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber ein Angebot zur Altersvorsorge macht, ist das meist die günstigste Lösung. Denn im Betrieb ist die Geldanlage für Sie einfacher und auch meist ertragreicher als eine private Anlage. Außerdem können Sie sich auch hier die staatliche Förderung sichern. Daneben gibt es bei der Altersvorsorge über den Betrieb weitere Möglichkeiten, Gehaltsbestandteile steuerbegünstigt anzulegen. Über das Angebot Ihres Betriebes informiert Sie der Arbeitgeber, der Betriebsrat oder die Gewerkschaft.

  6. Lassen Sie sich beraten.
    Wenn Sie keine Möglichkeit haben, die betriebliche Altersvorsorge zu nutzen, sollten Sie sich über private Angebote informieren. Unabhängige Informationen erhalten Sie z.B. bei den örtlichen Rentenversicherungsträgern sowie bei den Verbraucherzentralen oder der Stiftung Warentest (vgl. Adressen im Serviceteil).

  7. Wählen Sie Ihre Geldanlage.
    Ob Banksparplan, Investmentfonds oder private Rentenversicherung - Sie entscheiden, was für Sie das Beste ist. Da nicht alle Verträge die Förderung erhalten, sollten Sie auf die amtliche Prüfnummer und auf folgenden Zusatz achten: „Der Altersvorsorgevertrag ist zertifiziert worden und damit im Rahmen von § 10a des Einkommensteuergesetzes förderfähig." Verträge zur betrieblichen Altersvorsorge brauchen diese Zertifizierung nicht.

  8. Legen Sie Ihre Sparraten fest.
    Um die optimale Förderung zu bekommen, müssen Sie Ihr sozialversicherungspflichtiges Einkommen aus 2001 kennen. Anhand des letztjährigen Einkommens errechnet Ihr Anlageinstitut, wie viel Sie monatlich mindestens sparen müssen, um die volle staatliche Zulage zu erhalten. Wenn Sie mehr zurücklegen, können Sie über die Zulage hinaus auch noch steuerliche Vorteile haben.

  9. Beantragen Sie die Förderung.
    Am Ende jedes Jahres bekommen Sie von Ihrem Anlageinstitut einen Auszug Ihres Kontos und einen Antrag auf Zulage. Schicken Sie den ausgefüllten Antrag an Ihr Anlageinstitut zurück. Die Förderung wird dann unmittelbar auf Ihr Anlagekonto überwiesen.

  10. Geben Sie eine Steuererklärung ab.
    Heben Sie einen Durchschlag des Antrags für die Steuererklärung auf. Sie können die Ausgaben für die Altersvorsorge beim Finanzamt geltend machen (neue Anlage AV). Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Steuerersparnis höher ist als die Zulage. Die Differenz wird dann im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung erstattet.

Zehn Schritte zur Vorsorge

Letzte Änderung: 05.10.2002 (Medler, Mitarbeiter) ArtID:1393 / T18

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