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Tipps und Tricks zur Bau-Finanzierung

Es ist nicht einfach, bei der Suche nach einer Immobilie alle Wünsche zu berücksichtigen

 

Zinssatz ist nicht das Maß aller Dinge

 

Bremen – Wer ein Hypothekendarlehen abschließt, sollte nicht nur auf die Zinssätze, sondern auch die Nebenkonditionen achten. Die Verbraucherzentrale Bremen weist darauf hin, dass in den Hitlisten für preisgünstige Baudarlehen meistens nur die Zinssätze herausgestellt würden. „Neben den Zinsen fallen in der Regel aber noch andere Kosten an. Von Kreditinstitut zu Kreditinstitut ist deren Höhe mitunter sehr verschieden.“ Viele Bauherren glaubten, dass im Effektivzins eines Darlehens alle Kosten mit erfasst würden, die neben den eigentlichen Zinsen anfielen. „Das ist jedoch nicht richtig“, sagen die Verbraucherschützer. Der so genannte anfängliche effektive Jahreszins, der ausgewiesen werden müsse, erfasse im Wesentlichen nur vier zusätzliche Kostenfaktoren:

  • - eine Bearbeitungs- oder Darlehensgebühr
  • - einen Abschlag bei der Kreditauszahlung (Disagio)
  • - eine verzögerte Gutschrift von Tilgungsbeträgen
  • - den Zinseszinseffekt, der daraus resultiert, dass die Kreditzinsen nicht erst jährlich nachträglich fällig sind, sonder schon monatlich oder vierteljährlich belastet werden.

Daneben fielen oftmals noch andere Kreditkosten an. Viele Darlehensgeber berechneten in ihren Standardkonditionen eine

so genannte Schätzkostengebühr, die mit dem Aufwand bei der internen Prüfung der zu finanzierenden Immobilie begründet werde. „In der Spitze werden dabei bis zu 0,5 Prozent der Kreditsumme einbehalten – bei einem Darlehen über 200 000 Euro also immerhin ein glatter Tausender.“

 

Werde ein Darlehen erst mit Verzögerung ausgezahlt, weil der Kaufpreis oder die Rechnung der Baufirmen erst später fällig ist, könne auch eine Provision für die bloße Bereitstellung des Kredites anfallen. In der Regel betragen diese Bereitstellungszinsen laut Verbraucherzentrale 0,25 Prozent pro Monat.

 

„Der eigentliche Unterschied: Die meisten Kreditinstitute verlangen die Provision schon ab dem zweiten oder dritten Monat nach Vertragsabschluss, einige räumen demgegenüber längere kostenfreie Fristen ein.“

 

Werde der Kredit ratenweise ausgezahlt, wie es bei Bauvorhaben meistens der Fall ist, kassierten einige Institute zudem Teilauszahlungszuschläge: „Bis zur vollständigen Auszahlung erhöht sicher der Kreditzins dann beispielsweise um einen Prozentpunkt, was wiederum sehr schnell mehrere hundert Euro ausmachen kann.“

 

Vereinzelt müsse der Bauherr außerdem damit rechnen, dass ihn das Kreditinstitut obendrein mit einer „Baufortschrittsgebühr“ belaste, die selbst den Verfassern einschlägiger Ratgeber nicht bekannt sei. Weitere Kosten könnten dadurch entstehen, dass anfallende Rechnungen nicht direkt aus dem Kredit beglichen werden. (Quelle: Rheinische Post)

 

Der Umbau. Das Team.

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Zinssatz nicht das Maß der Dinge

 

Letzte Änderung: 30.01.2004 (Medler, Mitarbeiter) ArtID:2660 / T4

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